Bei BOBBY in Baton Rouge

 

 

 

Schüsse falln in Baton Rouge, keiner weiß woher,

 

Panik herrscht, die Nerven liegen blank.

 

Leute tragen Waffen, wenn sie durch die Straßen gehn –

 

Die häng’ nicht mehr im fest verschlossnen Schrank.

 

Angelegt, gezielt, geschossen – aus dem Hinterhalt,

 

Kugeln fliegen um die Ohrn und quer.

 

Überleben leicht missglückt

 

manchem, der die Waffe zückt,

 

und am Ende lebt er selbst nicht mehr.

 

 

 

Lebt  der frei, der Angst hat,

 

ihm könnte was passiern,

 

von Alpträumen verfolgt, gequält, bedrängt,

 

der Polizei nicht traun kann,

 

dabei jederzeit riskiert,

 

zu verliern, woran doch jeder hängt –

 

sein Leben grad dann, wenn er nicht dran denkt.

 

 

 

Im Süden oder Norden, weit im Osten, fernwärts West –

 

Überall man auf Rassisten stößt,

 

die nem Wahn erliegen und Menschen unterteiln,

 

in echt und unecht, als ob uns das je erlöst.

 

Lässt man sie gewähren, dann hörn sie nie damit auf,

 

die Welt mit ihrem Hass zu überziehn.

 

Krank im Hirn, verwirrt im Geist,

 

wer ihnen falsch die Richtung weist: 

 

nicht der ist stark, vor dem die Leute fliehn.

 

 

 

Freiheit kennt nur, wer auch weiß,

 

es kann ihm nichts passiern,

 

der leben kann, von Ängsten unbedrängt,

 

der Polizei vertrauen darf,

 

und dabei nicht riskiert

 

zu verliern, woran doch jeder hängt –

 

sein Leben grad dann, wenn er nicht dran denkt.

 

 

 

                        instrumental

 

 

 

Weist sie in die Schranken,

 

die da machen, was sie wolln,

 

in ihrem Hass steckt so viel Energie –

 

den sollte man doch besser nutzen,

 

als sie’s bisher tun –

 

lasst uns ihnen zeigen, wo und wie –

 

sonst treffen Kugeln auch noch Bobby McGee…